07.06.2017, Düsseldorf. Am Mittwochabend, den 07.06.2017 fand unsere gemeinsame Veranstaltung mit der Konrad-Adenauer Stiftung zum Thema „Systemwechsel ante portas? – Dualität vs. Bürgerversicherung“ statt. Dazu wurden Experten aus mehreren Bereichen des Gesundheitswesens eingeladen, um ihre Sichtweise zu diesem brisanten Wahlkampf Thema zu erläutern. So waren Andreas Storm (Vorstandsvorsitzender DAK Gesundheit), Dr. Volker Leienbach (Direktor PKV Verband) und Dr. Dennis Ostwald (Geschäftsführer WifOR Institut) vor Ort.

Die Veranstaltung begann mit der Begrüßung der Referenten und einer Einleitung zum Thema durch den GPA Vorstandsvorsitzenden Dr. Mathias Höschel (MdB).

Hierbei sprach Herr Dr. Höschel die allgemeine Zufriedenheit in Deutschland mit dem vorhandenen Gesundheitssystem an und warf die Frage in den Raum, wieso etwas, das in der Bevölkerung große Zustimmung erhält, überhaupt komplett in Frage gestellt werden sollte.

Anschließend begannen die Kurzvorträge der Referenten. Den Anfang machte Herr Dr. Dennis Ostwald, der in seiner Präsentation das Gesundheitssystem aus dem Blickwinkel der Volkswirtschaft betrachtete und erläuterte, wie wichtig das Gesundheitswesen für unsere Gesellschaft und unseren Wohlstand ist.

Daraufhin folgte Herr Andreas Storm. Er thematisierte die historisch gewachsene Dualität zwischen GKV und PKV. Des Weiteren zeigte Herr Storm, dass in den letzten Jahre der Wechsler-Saldo positiv zugunsten der GKV verlief und immer mehr Menschen von der PKV zur GKV wechseln. Dennoch erläuterte er, dass er einen Wechsel zu einer Bürgerversicherung für unwahrscheinlich halte und deshalb dafür plädiere, dass sowohl die GKV, als auch die PKV ihre Systeme entwickeln, um den Wettbewerb zu fördern und die Qualität der Gesundheit zu steigern.

Der letzte Redner war Dr. Volker Leienbach. Er ging vor allem auf die von Herrn Storm erläuterten Kritikpunkte an der PKV ein und beschrieb diese Punkte aus der Sicht der Privaten Krankenversicherung. Außerdem verwies er auf die evidenzbasierte Medizin und verdeutlichte damit, dass auch bei Dingen, wie der Frage ob Dualität oder Bürgerversicherung, evidenzbasiert entschieden werden muss, da aus den Erfahrungen anderer Länder eigene Fehler vermieden werden können.

Nach den Kurzvorträgen begann die Podiumsdiskussion, moderiert von Mathias Höschel, MdB. In der Diskussionsrunde wurden unter anderem die Thesen der Kurzvorträge noch einmal aufgegriffen, aber auch aktuelle Themen, wie die Digitalisierung der Medizin oder eine einheitliche Gebührenordnung wurden angesprochen und debattiert.  

Nach den Vorträgen und der Diskussion bestand noch die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen, was mit großer Freude vom Großteil der anwesenden Gäste genutzt wurde. (cr)

Einen weiteren sehr informativen Artikel der "Ärzte Zeitung online"  zu dieser Veranstaltung finden Sie hier.

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